Für Ärzte

Eine Ernährungstherapie nach §43 SGBV  kann jeder Patient als Ergänzungsleistung  bei Bluthochdruck, Hypercholesterinämie, Fettleber, Diabetes mellitus Typ II, Hyperurikämie, Gicht, Rheuma und Adipositas (ab einem BMI von 30 kg/m²) etc. nutzen. Aber auch bei Lebensmittelunverträglichkeiten, wie eine Laktose- oder Fruktosemalabsorption oder Verdauungsproblemen wird eine Beratung durch die Krankenkassen bezuschusst. Der Patient benötigt dazu eine ärztliche Notwendigkeitsbescheinigung. Für den Arzt ist die Leistung budgetneutral. Der Patient reicht  seinen Kostenvoranschlag und die Verordnung bei der Krankenkasse ein und erfährt dann seinen Eigenanteil. Hier finden Sie einen Vordruck für die Bescheinigung. Es reicht allerdings auch eine formlose Verordnung/Rezept.

Gewichtsreduktionskurse fallen unter den §20 SGB V Präventionsgesetz. Jeder Interessent kann ohne ärztliche Bescheinigung daran teilnehmen, vorausgesetzt sein BMI liegt in einem Bereich von 25 bis unter 30 kg/m². Menschen mit einem höheren BMI bis 35 kg/m² können nach Rücksprache mit dem Arzt, den Kurs besuchen. Mit der vorliegenden Bescheinigung werden die Kosten ebenfalls von den Krankenkassen bezuschusst.

Viele der oben genannten Erkrankungen sind durch falsche Ernährung mit bedingt. Eine Ernährungsumstellung kann den Krankheitsverlauf positiv beeinflussen. An erster Stelle steht immer der individuelle Mensch mit seinen besonderen Herausforderungen in Familie, Beruf und Lebensumfeld. Lösungen sind daher immer nur im Gespräch mit den Patienten und auf ihn zugeschnitten effektiv. Für eine optimale Behandlung ist es sinnvoll wenn die letzten aktuellen Blutwerte vorliegen.